Über uns

Netzwerk Dreigliederung Österreich
Die Gründung des Netzwerkes Dreigliederung Österreich erfolgte am 13.09.2025 mit dem Anliegen, Formen der Kommunikation und Zusammenarbeit in Sachen Dreigliederung zu ermöglichen. Das „Netzwerk“ ist nicht als Verein gegründet, sondern als freie Initiative, die alle diejenigen zum Mitmachen einlädt, die in der Dreigliederung des sozialen Lebens etwas Berechtigtes sehen.

Das Netzwerk sieht folgende Aufgaben als seine Tätigkeit

  • den Austausch zu konkreten Projekten und Initiativen fördern und organisieren.
  • Raum für Begegnungen durch Netzwerktreffen zu schaffen.
  • eine gemeinsame Forschungstätigkeit anzuregen und zu fördern.
  • Das Netzwerk tätigt keine eigenen Projekte, die Umsetzung von Projekten liegt in der Verantwortung der Initiativgruppen.
  • eine Anlaufstelle für alle Interessierten an der Dreigliederung zu bilden.
  • eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit zu ermöglichen.
  • Das Netzwerk ist parteipolitisch und konfessionell unabhängig, verfolgt keine kommerziellen Zwecke und erstrebt keinen Gewinn.

Das Kernteam

Vita – Samuel Schober Jahrgang 1993

Besuch der Waldorfschule Karl Schubert Graz. Ausbildung zum anthroposophischen Heilpädagogen im Rudolf Steiner Seminar Graz. Waldorflehrerstudium am Zentrum für Kultur und Pädagogik Wien, Ausbildung zur Kunsttherapie am AKTHA Wien, Mitbegründer „Notfallpädagogik ohne Grenzen Österreich“. Lehrer an der Waldorfschule Karl Schubert Graz.


2024: Forschungsprojekt zur Dreigliederung des Sozialen Lebens für junge Menschen und Gründung eines Studienfonds zur sozialen Frage


„Dass ein Wandel im sozialen Leben der Menschen, in den Organisationsformen des menschlichen politischen Zusammenlebens, des Wirtschaftens, im Verhältnis des Menschen zur Umwelt, zur Tier- und Pflanzenwelt Not tut, ist vielen deutlich spürbar. Schwierig ist einen Weg zu finden, wie der einzelne sich in diesen notwendigen Wandel aktiv einbringen kann und was getan werden muss, um heilbringend und friedensstiftend zu wirken. Es kann aber ein Weg gefunden werden, der hilft den einzelnen Menschen zur produktiven Mitgestaltung im sozialen Leben zu ermächtigen. Ein Weg, der die Verantwortung, Führung und Gestaltung des sozialen Zusammenlebens nach und nach in die Hände jener legt, die an diesem sozialen Zusammenleben teilhaben. Ein freies Geistesleben, das forschend und Erfahrungen sammelnd die sozialen Fragen bewegt, ist die Grundlage eines heilsamen Erneuerungsimpulses.“

Vita – Jonathan Krobatschek Jahrgang 2000

Besuch der Freien Waldorfschule Graz, seit 2021 Studium „Umwelt und Klimaschutztechnik“ an der Montanuniversität Leoben. Jonathan beschäftigt sich in einem selbst gestalteten Teilzeitstudium mit den Ideen Rudolf Steiners, um das Zusammenwirken von Recht, Wirtschaft und Geist besser verstehen und gestalten können.

Projektfrage: Wie können junge Menschen durch eine Ausbildung gestärkt werden, dass sie den Herausforderungen der heutigen Zeit gewachsen sind?

„Der Mensch als soziales Wesen In der Begegnung mit einem anderen Bewusstsein erkennt der Mensch, dass die geistigen Prinzipien, die er in sich wahrnimmt, auch im Anderen wirksam sind; er begegnet einem Bewusstsein, das in gleicher Weise schöpferisch tätig ist, mit eigenem Willen und eigenem Bezug zur gemeinsamen Außenwelt. So berühren sich im Geistigen die seelischen Wirklichkeiten und aus dem Nachempfinden und aneinander Erfahren entsteht ein Raum des Einfühlens und gemeinsamen Erlebens. Es entsteht die Fähigkeit der Empathie, des gegenseitigen Verstehens und letztlich eines sozialen Bewusstseins; auch dieses Bewusstsein gestaltet sich von der instinktiven, über geistigen Reflexion hin zum durchdrungenen Bewussten. Diese Begegnung bildet eine neue Dimension des Daseins: die zwischenmenschliche Ebene.“

Vita – Rudi Neuwirt Jahrgang 1957

Lehramtsstudium an der TU-Graz in den Fächern Mathematik und Darstellende Geometrie. 40 Jahre lang Lehrer an öffentlichen Schulen in diesen Fächern.
Von 1998 bis 2010 Mitglied des Vorstandes der Waldorfschule Karl Schubert Graz.
Ab Jänner 2018 Arbeit in der Kerngruppe des Dreigliederungskreises in Graz.
Im September 2025 Gründung des Netzwerks Dreigliederung Österreich in Graz.

„Unsere heutige Gesellschaft steht vor tiefgreifenden Krisen. Wir erleben eine soziale Krise, in der mehr Ungleichheit entsteht. Die Schere zwischen Arm und Reich wächst sowohl innerhalb von Gesellschaften als auch global. Der Klimawandel bringt uns extreme Wetterereignisse, anhaltende Dürren und vernichtet Lebensräume.
Die internationale Friedensordnung wird durch Großkonflikten wie der Kriege in der Ukraine oder im Nahen Osten zerstört.  Der rasant fortschreitende Einsatz künstlicher Intelligenz erzeugt ethische, rechtliche und wirtschaftliche Unsicherheiten.
Die Dreigliederung des sozialen Lebens nach Rudolf Steiner bietet einen zukunftsweisenden Weg: Sie trennt das Geistesleben, das Rechtsleben und das Wirtschaftsleben in drei eigenständige, aber zusammenwirkende Bereiche.

Wir sind eine freie Initiative von Menschen, die diese Impulse in Österreich sichtbar machen, erforschen und in die Praxis umsetzen wollen. Ob in der Bildung, im öffentlichen Leben oder im solidarischen Wirtschaften – wir vernetzen Menschen und Initiativen, die neue Wege gehen.“